Ende Juni 2018 hat sich die Gruppe „Am Boden bleiben“ gegründet. Wir wollen eine kritische Diskussion über Flugverkehr in Deutschland anstoßen und aus einer Klimagerechtigkeitsperspektive daran arbeiten, diesen zu reduzieren.

Bisher trauen sich nur wenige zivilgesellschaftliche Organisationen an das Thema Flugverkehr heran. Selbst bei Umweltorganisationen bleibt Flugverkehr weiterhin oft ein blinder Fleck, manche unterstützen gar das Greenwashing der Industrie. Und auch in der globalisierungskritischen, ökologischen Szene wird Fliegen nicht ausreichend hinterfragt. Es verspricht Vernetztheit, Freiheit, Flexibilität – einen kosmopolitischen, coolen Lebensstil. Wer auf die Auswirkungen des Fliegens auf das Klima hinweist, wird zum Spielverderber. Dieses Tabu muss endlich gebrochen werden.

Durch das Aufzeigen der Konflikte und Ungerechtigkeiten rund ums Fliegen und Flughäfen möchten wir die Ausweitung des Flugverkehrs im öffentlichen Diskurs stärker problematisieren und das gegenwärtige Mobilitätsideal hinterfragen. Gleichzeitig wollen wir uns mit möglichen Grundpfeilern einer sozial-ökologischen Mobilität auseinandersetzen, und daran arbeiten, ein solches Modell individuell und gesellschaftlich vorstellbar und attraktiv zu machen.

Unsere Vision ist ein integriertes und ökologisches Transportwesen, das demokratisch reguliert und geplant wird und dem Gemeinwohl dient. Unser Ziel ist, dass der Neu- und Ausbau von Flughäfen gestoppt wird, und der bestehende Flugverkehr so weit wie möglich durch umweltfreundliche Alternativen wie (Nacht-)züge und Busse ersetzt wird.

Unsere nächsten Schritte

In den nächsten Monaten werden wir das Positionspapier des internationalen Netzwerks Stay Grounded in Deutschland verbreiten und darüber Akteure vernetzen. Mit dem Positionspapier setzen wir uns für 13 Schritte ein, um einen gerechten und ökologischen Umbau des Transportsektors, der Gesellschaft und Wirtschaft voranzubringen.

In naher Zukunft werden wir unsere eigenen Forderungen und Ziele erarbeiten, um sie anschließend durch öffentliche Kampagnen und/oder direkten Aktionen einzufordern. Um unsere Forderungen schlagkräftig zu vertreten, wollen wir uns mit anderen Menschen und Organisationen vernetzen, die an einer ‚Verkehrs- und Mobilitätswende von unten’ arbeiten.

Daneben gibt es sehr viele Ideen für die nächsten Jahre – hierfür und überhaupt können wir gut Unterstützung gebrauchen.

Wenn ihr mehr über unsere Aktivitäten oder Termine wissen möchtet, oder noch besser, selber aktiv werden wollt, schreibt eine Mail an: info@ambodenbleiben.de

Neues:

Presseaussendung am 1. Oktober 2018: https://stay-grounded.org/1-oktober-2018-pressemitteilung-von-am-boden-bleiben/

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